Netzwerk für die Zukunft

DLG-AgrifutureLab mit landtechnischen Start-ups

"Die DLG ist ins Detail gegangen, sehr deutlich sogar", berichtet Sebastian Schauff. Der 38-Jährige ist Mitgründer von ag.supply. Das Unternehmen, ein Start-up, gilt als größtes europäisches Agrarhandelsportal. Quantitative Stärke ist nicht alles - und daher hat sich Schauff entschlossen, das Portal von den Prüfexperten der DLG testen zu lassen. Und dazu zählt eben der Blick ins (fachliche) Detail, beispielsweise ob und wie ein Rückruf von Saatgut funktionieren würden.

Netzwerke gezielt ausbauen  

"Wir sind zertifiziert", steht mittlerweile unübersehbar auf der Website des Handelsportals. Oder um es ganz genau zu sagen: ag.supply hat das DLG-Zertifikat "Trusted AgriTrade Certified Online Shop“ erlangt. Das Siegel ist für die Kunden "ein wichtiges Signal", sagt Schauff. Der Jung-Unternehmer hat bereits den nächsten Schritt geplant und ist mit seinem Start-up im DLG-AgrifutureLab präsent. Der Treffpunkt bildet während der AGRITECHNICA im November 2019 die neue Plattform für internationale Jungunternehmer und -Unternehmerinnen der Landtechnikbranche. 

 "Neue Kontakte und noch bessere Vernetzung innerhalb der landtechnischen Community", nennt Schauff als zentrale Gründe, warum ag.supply am AgrifutureLab teilnimmt. Der Anspruch dürfte angesichts des globalen Umfeldes der AGRITECHNICA sicherlich erfüllt werden. Im AgrifutureLab zeigen landtechnische Startups aus aller Welt ihre Innovationen und schaffen damit eine perfekte Kombination: Die AGRITECHNICA als Weltleitmesse für Landtechnik, samt allen internationalen Entscheidern der Branche, trifft auf junge aufstrebende Unternehmen. Doch egal, ob Startup oder Global Player für beide sind zwar Kontakte innerhalb der Landtechnikbranche sehr wichtig, aber entscheidend bleibt der Anwender, also der Landwirt.   

Agrar- und Ernährungswirtschaft rücken zusammen 

Für in Deutschland ansässige Start-ups fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) die Teilnahme an einem Gemeinschaftsstand. Dort, wie im AgrifutureLab und der dazugehörigen Start-up Wall, geht es während der AGRITECHNICA vom 12. bis 18. November darum, dass die richtigen Leute sich treffen. Junge Unternehmer mit ihren konkreten Neuigkeiten und erfahrene Macher der internationalen Agrartechnik bilden ein Netzwerk für die Zukunft der Landwirtschaft.

Und wie diese aussieht beschreibt das Leitthema der AGRITECHNICA: "Global Farming Local Responsibility" ". Damit die Vorgabe realisiert wird müssen Land- und Ernährungswirtschaft (noch) näher zusammenrücken. Einen professionellen Impuls in diese Richtung gibt die FOODnext-Konferenz im Rahmen der AGRITECHNICA.  Die Konferenz ist der Auftakt eines Think-Tank-Projektes mit dem Ziel, Konzerne, Mittelständler, Innovatoren und Forschung besser zu vernetzen. Das globale Netzwerk soll gesellschaftlich geforderte und wirtschaftlich-ökologische gebotene Nachhaltigkeit durch mehr Effizienz entlang der Wertschöpfungskette vorwärtsbringen.

Innovationen und Investoren

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass mit AgrifutureLab ein enormer Aufbruch bevorsteht, wenn frische Ideen und Investoren sich verbinden. Für die Erzeuger rund um den Globus erschließt sich damit faszinierende Möglichkeiten für einen ressourcenschonenden und zugleich hochproduktiven Pflanzenbau. Dass die Digitalisierung dazu beiträgt ist unstrittig. Sei es in der eigentlichen Produktion oder durch den Austausch von Vorhaben mittels digitaler Kommunikation. Gerade Start-ups mit ihrer bewussten Nähe zur landwirtschaftlichen Praxis stellen ein wichtiges Bindeglied in der Innovationskette dar, weil sie ohne aufwändige interne Abstimmung unkonventionelle Lösungen ausprobieren können. Der Spaß am Querdenken und Experimentierfreude sind Triebfedern für den Fortschritt - und sie kommen mittels Infotainments als Mix aus Wissen und Unterhaltung im AgrifutureLab nicht zu kurz. 

Gute Laune schließt in Start-ups professionelles Arbeiten nicht aus. Im Gegenteil. Den Machern von ag.supply ist durch Ausprobieren vor dem Start aufgefallen, was schief laufen kann, wenn Plattformen wie die ihrige auf mobilen Endgeräten, sprich Smartphones und dergleichen, nicht funktionieren. "Wir waren erstaunt, wie das aussehen kann", erinnert sich Schauff und fügt  hinzu: "ag.supply läuft problemlos auf Smartphones, die gerade in der Landwirtschaft zum zentralen Management- und Kommunikationsinstrument entwickelt haben. 35 Prozent unserer Kunden sind mobil unterwegs. 
 

Auf einen Blick

  • AgrifutureLab bringt Start-ups zur AGRITECHNICA 
  • Global Player und Newcomer tauschen sich aus
  • Innovationen treffen auf Investoren 
  • Querdenken und Ausprobieren für die Praxis
  • FOODnext-Konferenz stärkt gesamte Wertschöpfungskette

Verantwortung für ein knappes Gut

Bewässerung in der Praxis

Was haben Landwirte in der Brandenburger Provinz und die Erzeuger im Norden Namibias gemeinsam? "Viel Sand im Boden", könnte eine Antwort lauten. Stimmt sogar. Die Antwort "wenig(er) Wasser" wäre ebenfalls richtig. Vor allem gilt in beiden Fällen, wie für die gesamte weltweit vernetzte Landwirtschaft: Herausforderungen mögen sich ähneln, lassen sich jedoch nur lokal meistern. Wasser(-mangel) steht dafür exemplarisch. [weiterlesen]

Boden unter Druck

Ansätze zu seinem Schutz

Die Definition lässt keine Zweifel übrig: "Zentrale Lebensgrundlage für Pflanzen und direkt oder indirekt für Menschen und Tiere." Doch auch schon vor dem Eintrag in der Online-Enzyklopädie Wikipedia war klar: Der Boden ist die Basis von allem. Und bereits aus dieser Erkenntnis leitet sich ab, weshalb es ihn zu schützen gilt. Eine der Bedrohungen, wenn nicht sogar die wichtigste, stellt die Erosion dar, also der Abtrag von fruchtbarem Boden durch Wind oder Wasser. [weiterlesen]

Kluge Kombinationen gefragt

Nachhaltiger Pflanzenschutz als Lösung

Die Humanmedizin macht es vor. Längst vorbei sind die Zeiten des "viel hilft viel", falls es sie jemals gab. Im Pflanzenschutz ist es nicht anders. Hochmoderne Wirkstoffe und traditionelle, aber optimierte, Verfahren zu kombinieren, ist inzwischen in vielen Betrieben nicht ungewöhnlich - selbst auf einzelnen Schlägen. [weiterlesen]

Hilfe von oben

Digitale Systeme intelligent vernetzen

"Weniger Arbeit wird es erst einmal sicher nicht", sagt Prof. Dr. Patrick Ole Noack und erteilt dem Wunschdenken eine Absage: Den digitalen Pflanzenbau, einschließlich Instrumenten wie Satelliten und Drohnen samt Sensorik, nennt der Wissenschaftler "Hinweis-Systeme". [weiterlesen]

Nach der Ernte

Erträge sicher lagern

Die statistischen Daten weisen eine große Bandbreite auf, doch sicher scheint: Je nach Region und Kulturart gehen deutliche Nutzpflanzenerträge nach der Ernte verloren. Und das gerade in Regionen mit Versorgungsproblemen. Die Verluste entscheiden, ob Betriebe profitabel arbeiten und in vielen Fällen sogar, ob Menschen hungern  [weiterlesen]

Wohl dosiert

Düngemanagement für Profis

Das Thema "Düngung" ist aufgrund der Düngeverordnung präsenter denn je und das weit über die Fachzirkel hinaus.  Alle reden mit, nicht jeder faktenbasiert, und auf politischer Ebene deuten sich weitere Einschränkungen an. Genügend Gründe, um sich der Düngung fachlich zu nähern und Lösungen für die Praxis aufzuzeigen. [weiterlesen]

Aufbruch in eine neue Welt

Prozessketten innovativ managen

Offen gestanden: Der Begriff "Prozessketten" trifft es nur bedingt. Genau genommen fügen sich die Ketten ineinander und bilden ein Netz - wenn alles gut läuft. [weiterlesen]

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Für in Deutschland ansässige Start-ups fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) die Teilnahme an einem Gemeinschaftsstand. Dort, wie im AgrifutureLab und der dazugehörigen Start-up Wall, geht es während der AGRITECHNICA vom 12. bis 18. November darum, dass die richtigen Leute sich treffen.  [weiterlesen]

Mehr Intelligenz auf dem Acker

Robotik und Schwarmtechnologie

Größere Arbeitsbreiten, stärkere Motoren oder mehr Durchsatz - quantitatives Wachstum war und ist in der (Land-) Technik ein wichtiger Aspekt. Und selbst wenn es nicht jeder zugibt: Außer der Nützlichkeit schwingt stets Bewunderung vor der schieren Größe mit. Thomas Herlitzius und sein Team gehen einen anderen Weg. [weiterlesen]