Trends bei der Beregnungs- und Bewässerungstechnik

Dr. Heinz Sourell, Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Braunschweig
Der Klimawandel war im letzten Jahr ein zentrales Thema. Der G-8-Gipfel im Juni 2007 wurde zum Klima-Krisenkipfel. Jede Zeitung, jedes Magazin warnte vor starken Klimaveränderungen. In der Tat „2006 war wieder ein gutes Beregnungsjahr“, so würde es die Beregnungsindustrie, bezeichnen und die Beregnungslandwirte vergessen solche Jahre nicht, weil der Arbeitseinsatz und die Zusatzkosten für die Beregnung die Betriebe stark belasten. 2007 herrschte eine Frühjahrstrockenheit, die in den Medien für weitere Schlagzeilen sorgte. Die Berliner Morgenpost titelte am 4. Mai 2007 „Deutschland trocknet aus“. Insgesamt ist eine Ausdehnung der Beregnungsflächen mit mehr Beregnungstechnik zu verzeichnen. Eine praktische Konsequenz des höheren Beregnungsbedarfes ist darin zu beobachten, dass viele Landwirte vom 10-Tage-Rhythmus zum Wochenrhythmus des Beregnungseinsatzes umgestellt haben. Man ist mit der Beregnung nicht mehr „hinterhergekommen“ sagt ein Praktiker. 

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