Entwicklungstendenzen bei Traktoren und Transportfahrzeugen

Prof. Dr.-Ing. Hermann J. Knechtges, Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen
Seit mehr als einem Jahrzehnt wurden in Deutschland nicht mehr so viele Traktoren neu zugelassen wie im Jahre 2006. In Verbindung mit einer lebhaften Nachfrage in Osteuropa erreichten die Hersteller die Kapazitätsgrenzen. Aufgrund von Lieferengpässen bei den Komponenten entstanden bei bestimmten Modellen Lieferzeiten von über einem halben Jahr. Zum einen führten die positive Entwicklung der Marktpreise von Agrarprodukten und zum anderen die jahrelange Zurückhaltung bei Ersatzinvestitionen zu dieser Marktentwicklung. Aufgrund der Konkurrenz zwischen den Märkten für Nahrungsmittel und nachwachsenden Rohstoffen und einer weltweit steigenden Nachfrage wird auch weiterhin von einem positiven Investitionsklima in der Agrartechnik ausgegangen. Die verstärkte Mechanisierung der Landwirtschaft in Südostasien, besonders in China und Indien, führt auch dort zu einem deutlichen Anstieg der Nachfrage, die allerdings nicht mit europäischen Traktormodellen zu bedienen ist. Die großen Hersteller bauen deshalb in der Region eigene Produktionskapazitäten auf (z.B. Same Deutz-Fahr in Dalian, Nordostchina) oder engagieren sich in Joint Ventures.


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