Trends bei der Technik für die Zuckerrübenernte

Dr. Waldemar Gruber, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Bonn
Der Zuckerrübenanbau hat in den letzten Jahren einen erheblichen Strukturwandel und Anpassungsprozess erfahren. Ursache hierfür waren vor allem agrarpolitische Veränderungen sowie die rückläufigen Erlöse aus dem Zuckerrübenanbau. Auch auf Seiten von Abnehmern und Verarbeitungsindustrie steht man unter enormem Kostendruck, so dass Logistik und Anlieferung der Zuckerrüben effizienter gestaltet werden müssen.
Da Preisgarantien auf dem Niveau der vorangegangenen Jahre nicht mehr vorhanden sind, muss gerade die Ernte, welche im Anbau die höchsten Spezialkosten verursacht, unter besonderen Kostengesichtspunkten überprüft werden. Auch sieht die neue Zuckermarktordnung Kürzungen bei der Vergütung der Rübentransporte von bis zu 20 % vor. So gilt es, neben der Rübenernte auch die Reinigung und den Transport der Zuckerrüben weiter zu optimieren.
Die Rübenanbaufläche in Deutschland betrug im Jahr 2006 rund 360.000 ha, was 3 % der gesamten Ackerfläche ausmacht. Die auf dieser Fläche angebauten Zuckerrüben wurden in insgesamt 25 Zuckerfabriken weiter verarbeitet. Nach wie vor stellt der Rübenanbau für den ländlichen Raum eine erheblich wirtschaftliche Bedeutung dar.


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